
Benzin statt Diesel getankt - was tun?
Wenn Sie aus Versehen Benzin oder Super in Ihr Dieselauto gefüllt haben, bleiben Sie ruhig, aber starten Sie den Motor nicht. Ein Dieselmotor ist auf die Schmierung durch Dieselkraftstoff angewiesen. Benzin hat diese Eigenschaft nicht. Schon kleine Mengen können das Kraftstoffsystem belasten.
Viele fragen sich, ob 5 oder 10 Liter Benzin im Diesel wirklich so schlimm sind. Ja, selbst diese Menge kann problematisch sein. Vor allem, wenn der Motor gestartet wird. In dem Moment verteilt sich das Gemisch im gesamten System.

Warum Benzin im Diesel nicht funktioniert
Die Hochdruckpumpe und die Einspritzanlage eines Dieselmotors arbeiten sehr präzise. Sie brauchen die Schmierwirkung des Diesels. Benzin kann diese nicht bieten. Wird trotzdem gestartet, kann es zu Reibung, Verschleiß oder Schäden kommen.
Je länger gefahren wird, desto größer wird das Risiko.
Typische Symptome bei Benzin im Diesel
Falls der Motor bereits gestartet wurde, merken viele Fahrer schnell, dass etwas nicht stimmt. Häufige Anzeichen sind:
-
unruhiger Lauf
-
starkes Ruckeln
-
Leistungseinbruch
-
ungewöhnliche Geräusche
-
Motor geht plötzlich aus
Spätestens dann sollte das Fahrzeug sofort abgestellt werden.
Rufen Sie uns an.
Benzin aus dem Auto oder PKW abpumpen
In dieser Situation ist es sinnvoll, den falschen Kraftstoff vollständig entfernen zu lassen. Das Benzin abpumpen aus dem Auto oder PKW sollte fachgerecht erfolgen. Wichtig ist, dass kein weiteres Starten erfolgt.
Wir sind ein Dienstleister für Falschbetankung und helfen direkt vor Ort. In vielen Fällen ist kein Abschleppen in eine Werkstatt nötig. Der Tank wird am Standort des Fahrzeugs entleert und der falsche Kraftstoff abgesaugt. Dadurch lassen sich unnötige Transportkosten und zusätzliche Belastungen vermeiden.
Was jetzt wichtig ist
-
Motor nicht starten
-
Fahrzeug stehen lassen
-
Keine eigenen Versuche unternehmen
-
Fachgerecht Kraftstoff aus dem PKW abpumpen lassen
Je schneller reagiert wird, desto besser stehen die Chancen, größere Schäden zu vermeiden.
Warum wird häufiger Benzin statt Diesel getankt?
Dass Benzin statt Diesel getankt wird, passiert häufiger, als man denkt. Oft liegt es einfach an Gewohnheit. Wer vorher einen Benziner gefahren ist und nun ein Dieselfahrzeug nutzt, greift schnell automatisch zum falschen Zapfhahn – besonders unter Zeitdruck oder an einer ungewohnten Tankstelle.
Ein wichtiger Punkt: Der Benzin-Zapfhahn ist schmaler als der Diesel-Zapfhahn. Deshalb passt der Benzin-Zapfhahn problemlos in die Einfüllöffnung eines Dieselfahrzeugs. Umgekehrt ist es meist schwieriger, da der dickere Diesel-Zapfhahn oft gar nicht in einen Benzintank passt. Genau deshalb kommt es häufiger vor, dass Benzin in ein Dieselauto getankt wird.
Moderne Fahrzeuge unterscheiden sich äußerlich kaum noch. Wer mehrere Autos nutzt oder gerade erst das Fahrzeug gewechselt hat, verwechselt die Kraftstoffart schneller, als man denkt. Entscheidend ist dann, ruhig zu bleiben und den Motor nicht zu starten.
Weitere Informationen zu möglichen Risiken
Wenn der Motor bereits gestartet wurde oder Sie unsicher sind, wie stark sich der falsche Kraftstoff bereits im System verteilt hat, finden Sie ausführlichere Hinweise zu möglichen Folgen auf unserer Seite zu den Risiken beim Falschtanken. Dort erklären wir, welche Schäden durch Benzin im Diesel entstehen können und warum schnelles Handeln wichtig ist.
Sollte hingegen Diesel statt Benzin getankt worden sein, finden Sie die entsprechenden Informationen auf unserer separaten Seite zum Thema Diesel im Benzinauto. Dort wird erläutert, warum auch dieser Fall nicht unterschätzt werden sollte.
